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Bodo Ramelow zu Lehrermangel: Nicht jeder Lehrer kann an seine Lieblingsschule

Berlin (ots) – Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) hat am Donnerstag im ARD-Mittagsmagazin darauf hingewiesen, dass nicht jeder Lehrer im Land an der Schule unterrichten kann, an der er es gern möchte.

„Wer verbeamtet ist, muss auch an die Schulen gehen, in denen wir sie dringend brauchen“, sagte Ramelow. Vor allem im ländlichen Raum würden Lehrer benötigt, doch da wollten viele nicht hin, so Ramelow. „Diesen Spagat müssen wir dann aushalten.“

Ramelow hatte entgegen seiner politischen Überzeugung die Verbeamtung von Lehrern wieder eingeführt, wird jedoch weiterhin stark dafür kritisiert, dass der Lehrermangel in Thüringen auch nach 5 Jahren rot-rot-grüner Landesregierung immer noch akut ist.

„Deswegen haben wir die Voraussetzungen geschaffen, dass wir jeden Referendar einstellen für den Schuldienst, aber nicht für seine Lieblingsschule. Weil wir auch im ländlichen Raum Lehrerinnen und Lehrer brauchen“, so Ramelow.

Auf die Frage, warum es in Thüringen noch immer nicht möglich sei, sich online als Lehrer zu bewerben, sagte Ramelow: „Ach wissen Sie, das Internetverfahren. Man kann doch einfach auch eine Papierbewerbung schreiben und die an das Schulamt schicken.“ Ramelow betonte außerdem, dass „die gesamte öffentliche Verwaltung im analogen Modus ist.“

Im Wahlkampf für die Landtagswahl in Thüringen am Sonntag ist der Lehrermangel eins der wichtigsten Themen. Der Ministerpräsident und Spitzenkandidat der Linken, Ramelow, muss um die Mehrheit für sein rot-rot-grünes Bündnis bangen.

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