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TV Tipp: „Im Namen des Volkes – So urteilt Deutschland“ – Neues True Crime Format bei RTLZWEI ab 2. April

Anmoderationsvorschlag: Schuldig und bestrafen? Oder nicht schuldig und Freispruch? Zwei Stunden haben sieben Juroren aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten ab dem 2. April, um im neuen RTLZWEI True Crime Format „Im Namen des Volkes – So urteilt Deutschland“ ihr Urteil zu fällen. Dabei geht’s um echte Kapitalverbrechen – und der renommierte Rechtsanwalt und Buchautor Dr. Alexander Stevens liefert den Laienrichtern als Experte immer wieder neue Denkanstöße und Fakten. 1. Herr Dr. Stevens, schön, dass Sie heute hier sind. Um was für Fälle geht’s in „Im Namen des Volkes – So urteilt Deutschland“? O-Ton 1 (Dr. Alexander Stevens, 26 Sek.): „Es geht um echte Straftaten, die tatsächlich so stattgefunden haben und von einem deutschen Gericht bereits abgeurteilt wurden. In unserer Sendung werden diese Fälle aber neu verhandelt, allerdings nicht etwa von Richtern, sondern von echten Laien. Einer siebenköpfigen Jury, bestehend aus ganz normalen Bürgern, also wirklich so vom Handwerker bis zum Arzt, kann man sagen. Und das Spannende ist jetzt dabei: Urteilt der Bürger genauso wie die echten Richter?“ 2. Was macht diese Fälle so besonders, dass sie jetzt im Fernsehen erneut verhandelt werden? O-Ton 2 (Dr. Alexander Stevens, 27 Sek.): „Es sind alles sehr spektakuläre Fälle, die Deutschland in der jüngeren Zeit bewegt haben. Dabei geht es aber nicht etwa nur um bekannte Gewaltdelikte oder Tötungsdelikte, sondern es geht vor allem um sehr zwiespältige Themen. Zum Beispiel, ob Sterbehilfe bestraft werden muss oder ob ein tödlicher Unfall bei einem illegalen Straßenrennen wirklich Mord ist. Allen Fällen ist jedenfalls gemeinsam, dass die Taten oder aber die Urteile der Richter für ziemlich Aufsehen gesorgt haben.“


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3. Wie würden Sie Ihre Rolle als Rechtsexperte beschreiben?

O-Ton 3 (Dr. Alexander Stevens, 25 Sek.): „Kurz gesagt: Ich präsentiere der Jury den Fall. Dazu gibt es dann auch mehrere kleine Filme, die die Tat einmal aus der Perspektive des Täters und einmal aus der Perspektive des Opfers zeigen. Ich gebe der Jury alle wichtigen Fakten zum Tatgeschehen und beantworte auch irgendwelche rechtlichen Fragen, die die Jury vielleicht hat. Und am Ende der Sendung erkläre ich der Jury dann, warum die Jury mit ihrem Urteil entweder total danebengelegen hat oder aber goldrichtig lag.“

4. Sie sind Fachanwalt für Strafrecht und haben jede Menge Erfahrung vor Gericht. Wenn da Aussage gegen Aussage steht, gilt ja immer: Im Zweifel für den Angeklagten, oder nicht?

O-Ton 4 (Dr. Alexander Stevens, 26 Sek.): „Ja, schön wär´s. Deutschland ist eines der einzigen Länder weltweit, wo ein Richter trotzdem verurteilen kann, auch wenn zum Beispiel Aussage gegen Aussage steht. Obwohl man ja genau dann eigentlich nie wissen kann, welche Aussage nun die Wahrheit ist. Klar, gibt es diese altbekannte Regel ‚Im Zweifel für den Angeklagten‘, aber wenn der Richter gar keine Zweifel hat, kann er munter verurteilen – und zwar auch dann, wenn ganz Restdeutschland trotzdem seine Zweifel hätte.“

5. Wie leicht und wodurch lassen sich Richter und Schöffen hierzulande bei der Urteilsfindung beeinflussen?

O-Ton 5 (Dr. Alexander Stevens, 25 Sek.): „Ja, man mag es nicht glauben, aber in Deutschland urteilen auch die Berufsrichter sehr viel aus dem Bauch heraus. Das ist zumindest meine Erfahrung und mein Gefühl, gerade auch, wenn es um die Höhe der Strafen geht oder wenn die Beweislage zweifelhaft ist. Ich würde sagen, es gibt zwei Kategorien von Richtern: Die einen, die man mit Nettigkeit und Charme für sich gewinnt. Und die anderen, bei denen man wirklich knallhart verteidigen und jede rechtliche Möglichkeit ausschöpfen muss, um für seinen Mandanten zu einem möglichst guten Ergebnis zu kommen.“

6. Apropos Ergebnis: Wie sieht´s denn damit bei den „Im Namen des Volkes – So urteilt Deutschland“-Folgen aus?

O-Ton 6 (Dr. Alexander Stevens, 27 Sek.): „Also am Ende der Sendung verkündet zunächst die Jury ihr Urteil, dann verkünde ich der Jury und dem Zuschauer das echte Urteil, das das echte Gericht zu dem Fall gesprochen hat – übrigens oft mit sehr, sehr unterschiedlichem und überraschendem Ergebnis. Wir hatten zum Beispiel in einer der Sendungen einen Fall eines Mörders verhandelt, der ein reiner Indizienprozess war. Es gab also keinerlei Beweise. Und ohne zu viel zu verraten: Unterschiedlicher hätten die Urteile der echten Richter und das Urteil der Jury wirklich nicht sein können.“

Abmoderationsvorschlag:

Dr. Alexander Stevens, Fachanwalt für Strafrecht und Experte von „Im Namen des Volkes – So urteilt Deutschland“. Danke Ihnen! Das neue True Crime Format startet übrigens am 2. April bei RTLZWEI und läuft dann immer donnerstags um 20:15 Uhr. Und wenn Sie noch weiter ins Thema eintauchen möchten, empfehle ich Ihnen Dr. Alexander Stevens´ neues Buch „Aussage gegen Aussage“.

Pressekontakt:

Nora Fleckenstein
Nora.Fleckenstein@rtl2.de
Tel.:089/64185-0

Original-Content von: RTLZWEI, übermittelt durch news aktuell

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