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Griechenland zwischen Covid 19 und Protesten gegen Flüchtlingscamps: Blog-Beitrag der UNO-Flüchtlingshilfe analysiert die Lage vor Ort

Bonn (ots) – Während Griechenland international Lob für sein Krisenmanagement in der Corona-Pandemie erhält, erschüttern Bilder und Berichte aus den Flüchtlingscamps des Landes abermals die Menschen in Europa. Auch in Griechenland wächst der Druck. Menschen protestieren gegen die Zustände auf ihren Inseln. In Moria, dem größten Flüchtlingscamp auf der griechischen Insel Lesbos, leben rund 20.000 Menschen auf engstem Raum. Ursprünglich war Moria für die Aufnahme von nur 2.500 Menschen geplant. Abstand halten und regelmäßiges Händewaschen sind jetzt während der Corona-Pandemie so gut wie unmöglich. Fundierte Einblicke in die derzeitige Situation in Griechenland gewährt der aktuelle Blog-Beitrag von Dr. Jens Bastian, Senior Policy Analyst bei dem griechischen Think Tank ELIAMEP, im Rahmen des Blogs „Blaupause“ der UNO-Flüchtlingshilfe. „Griechenland steht unter enormen Druck. Zum einen sind das die in einigen Medien und von europäischen Politikern als Erpressungsversuche gewerteten Aktionen des türkischen Präsidenten Erdogan und auf der anderen Seite gibt es die wachsende Sorge in der Gesellschaft: Wie kann Griechenland gleichzeitig mit der Corona-Pandemie und den Herausforderungen mit Flüchtlingen und Migranten zurechtkommen? Bei Teilen der Inselbevölkerung wächst der Eindruck, von Athen und Brüssel im Stich gelassen zu werden“, kommentiert Dr. Jens Bastian. Der promovierte Ökonom und Wirtschaftsberater lebt seit über zwanzig Jahren in Athen. „Die Bedingungen für Flüchtlinge und Migranten auf den Inseln sind katastrophal: Griechenland muss handeln und Europa muss dabei unterstützen. Aber auch jeder einzelne kann sich engagieren, damit das Europa der Menschlichkeit nicht ein Europa der Unmenschlichkeit wird“, fordert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, nationaler Partner des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR). Ohne direktes Handeln droht in den griechischen Flüchtlingscamps die schnelle Ausbreitung des Corona-Virus. Menschen, die aufgrund der extrem schlechten Unterbringungssituation und ihrer Flucht aus den Heimatländern schon geschwächt sind, werden mit voller Wucht in diese Katastrophe geraten. „COVID-19 stellt uns alle auf eine große Belastungsprobe. Diese darf aber zu keiner Ausflucht werden – Wir müssen den Menschen in den Camps helfen und dürfen Griechenland damit nicht alleine lassen“, fordert Peter Ruhenstroth-Bauer abschließend.


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Den Blog „Blaupause“ zur aktuellen Situation Griechenlands finden Interessierte hier:

http://ots.de/eGJItP

Pressekontakt:

Marius Tünte
Tel. 0228-90 90 86-47
tuente@uno-fluechtlingshilfe.de

Original-Content von: UNO-Flüchtlingshilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

https://www.presseportal.de/pm/63012/4596917