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Fahren mit Caravan – eine besondere Herausforderung / ADAC Tipps für unerfahrene Gespann-Fahrer / Bergfahrten sollte man möglichst vermeiden

München (ots) – Viele Urlauber sind in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem Wohnmobil oder einem Caravan unterwegs. Dabei stellt gerade das Fahren mit einem Wohnanhänger Camping-Neulinge vor große Herausforderungen. Der ADAC hat einige Tipps zum Fahren mit einem Caravan zusammengestellt. Was vielen Caravan-Anfängern nicht bewusst ist: Sie fahren einen kleinen Lastzug, deshalb ist eine sportliche Fahrweise tabu. Das Auto beschleunigt nur zäh, und Überholvorgänge dauern wesentlich länger als ohne Anhänger. Vorausschauendes Fahren ist besonders wichtig: Langsam anfahren und weich bremsen ist nicht nur die sicherste, sondern auch die sparsamste Fahrweise. Vorsicht ist in Kurven geboten, denn die Fliehkraft zieht den Anhänger nach außen. Besonders gefährlich für Gespanne ist Seitenwind. Auf Brücken spürt man Böen heftiger als sonst, auch jeder Bus oder Lkw versetzt dem Caravan beim Vorbeifahren einen Stoß. Sollte der Caravan trotz aller Vorsicht ins Schlingern kommen, hilft nur ein beherzter Tritt aufs Bremspedal. Bei gewölbter Fahrbahn neigt sich ein hoher Anhänger manchmal so sehr zur Seite, dass er Laternen, Bäume oder Hauskanten streifen kann. Was gerne vergessen wird, sind die Höhe und die Breite des Anhängers – dies kann vor allem in Tunneln problematisch sein. Auf Autobahnraststätten sind die Wege zu den Pkw-Parkplätzen oft mit einem Metallgestänge überdacht. Wer das nicht umreißen will, sollte unbedingt der Caravanbeschilderung folgen und dort parken, keinesfalls aber auf Lkw-Parkplätzen.


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Nicht nur für Anfänger, auch für Erfahrene sind Fahrten mit dem Gespann über Bergpässe eine echte Herausforderung. Der ADAC empfiehlt, steile und lange Pässe zu meiden und besser einen Umweg in Kauf zu nehmen. Wer es dennoch wagen möchte, sollte in den frühen Morgenstunden oder vor Sonnenaufgang die Bergtour angehen. Dann ist die Lufttemperatur niedriger und weniger Verkehr unterwegs. Empfehlenswert sind Pkw mit Automatik-Getriebe und Berganfahrhilfe – sie verhelfen dem Anfänger zu einer entspannten Anreise.

Apropos Temperatur: Beim Bergauffahren sollte man auf die Temperaturanzeige fürs Kühlwasser achten. Gerät der Zeiger in den roten Bereich, muss man sofort anhalten und den Motor auskühlen lassen. Auch die Kupplung kann zu heiß werden, wenn man sie im Kolonnenverkehr öfter schleifen lassen muss. Ebenso kann es den Bremsen ergehen. Dies gilt vor allem beim Bergabfahren: Dann lässt die Bremskraft nach und der Bremsweg verlängert sich zusätzlich.

Immer wieder wird beim Packen die Zuladung überschritten. Das kann gerade im Ausland zu empfindlichen Strafen führen und auch das Zugfahrzeug überfordern. Der ADAC empfiehlt, den Caravan so zu wählen, dass seine zulässige Gesamtmasse etwa 200 kg unter der maximal erlaubten Last des Zugfahrzeugs bleibt.

Der ADAC empfiehlt Caravan-Neulingen ein spezielles Fahrsicherheitstraining. Dabei gewinnt man schnell ein Gefühl für die Besonderheiten und Herausforderungen beim Fahren mit einem Gespann.

Pressekontakt:

ADAC Kommunikation
T +49 89 76 76 54 95
aktuell@adac.de

Original-Content von: ADAC, übermittelt durch news aktuell

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