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Corona-Krise: Experimentelle Daten zeigen aktuelles Kaufverhalten / Sonderauswertung zeigt: Hygieneprodukte wieder stärker nachgefragt

WIESBADEN (ots) – Angesichts fast täglich neuer Höchststände von Covid-19-Neuinfektionen und unmittelbar vor dem Teil-Lockdown in Deutschland, der am 2. November 2020 in Kraft trat, hat sich die Nachfrage nach ausgewählten Hygieneartikeln und Lebensmitteln teilweise wieder erhöht. Wie eine Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigt, waren die Verkaufszahlen von Toilettenpapier in der 43. Kalenderwoche vom 19. bis 24. Oktober 2020 mehr als doppelt so hoch (+139 %) wie im Durchschnitt der Vorkrisen-Monate August 2019 bis Januar 2020. Gleichwohl fiel das Plus in der Folgewoche (44. Kalenderwoche vom 26. bis 31. Oktober 2020) mit 84 % geringer aus. Der Absatz von Desinfektionsmitteln ist in den vergangenen Wochen wieder kontinuierlich gestiegen und erreichte in der 44. Kalenderwoche mehr als das Doppelte (+104 %) des Vorkrisen-Durchschnitts. Die sehr hohen Absatzzahlen aus der Phase vor und während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 – als sich der Absatz von Desinfektionsmittel gegenüber dem Vorkrisen-Durchschnitt zeitweise mehr als verachtfacht hatte – wurden aktuell nicht beobachtet. Vermehrte Nachfrage nach Backwaren In der 43. und 44. Kalenderwoche wurden auch bestimmte Lebensmittel wieder spürbar häufiger eingekauft. So lag beispielsweise der Absatz der Backzutaten Mehl (+101 %), Hefe (+74 %) und Zucker (+63 %) in der 44. Kalenderwoche wieder deutlich über dem Vorkrisen-Durchschnitt. Auch diese Anstiege erreichten dabei nicht die starken Absatzzuwächse aus der Zeit rund um den ersten Lockdown. Möglicherweise zeigten somit die Appelle aus Politik und von Wirtschaftsverbänden zumindest teilweise Wirkung: Diese hatten wiederholt mitgeteilt, dass die Versorgungslage mit Gütern des täglichen Bedarfs gesichert sei und es keine Notwendigkeit für „Hamsterkäufe“ gebe. Methodischer Hinweis:


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Die Angaben basieren auf neuen Datenquellen und Methoden. Ausgewertet wurden digital verfügbare Kassendaten, sogenannte Scannerdaten. Die zugrunde liegenden Daten basieren auf einer geringen Anzahl von Filialen aus dem gesamten Bundesgebiet. Sie sind daher eingeschränkt repräsentativ für das Kaufverhalten in Deutschland. Auswertungen dieser Art haben experimentellen Charakter und sind Teil eines Projektes im Bereich „Experimentelle Daten“, mit dem das Statistische Bundesamt neue Datenquellen und Methoden erprobt. Ausgewählte Projektergebnisse werden unter www.destatis.de/exdat vorgestellt.

Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter https://www.destatis.de/pressemitteilungen zu finden.

Weitere Auskünfte:

Methoden und Kommunikation in der Preisstatistik,

Telefon: +49 (0) 611 / 75 47 77,

www.destatis.de/kontakt

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