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Darstellende Künste: Corona-Hilfen reichen nicht

Berlin (ots) – Der Fonds der Darstellenden Künste fordert eine gerechtere Verteilung der Corona-Hilfen. Der Geschäftsführer des Fonds, Holger Bergmann, sagte am Mittwoch rbbKultur, Kunst und Kultur müssen in einem ähnlichen Maße gefördert werden wie die übrige Wirtschaft. Insgesamt seien vom Bund Hilfen in Höhe von 130 Milliarden Euro für Digitalisierung und Stabilisierung der Wirtschaft bereitgestellt worden. Die Kultur erreiche davon gerade mal eine Milliarde Euro. Das entspreche nicht ihrem Anteil an der gesamtgesellschaftlichen Leistung. Damit der Kulturbetrieb in seiner ganzen Unterschiedlichkeit überhaupt gesichert werden kann, müsse außerdem die Förderung erhöht werden, so Bergmann. 65 Millionen Euro umfasst das Maßnahmenpaket, über das allein der Fonds Darstellende Künste im Rahmen von NEUSTART KULTUR, des von der Bundesregierung aufgelegten Corona-Rettungsprogramms für den Kultur- und Medienbereich, verfügt.


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Das werde nicht reichen, prognostiziert der Geschäftsführer des Fonds, Holger Bergmann. Schon während der ersten Antragsrunde im Oktober und November 2020 zeichnete sich ein sehr hoher Förderbedarf ab: Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden bereits über 3.750 Anträge für die verschiedenen #TakeThat-Programme eingereicht – mit einem Antragsvolumen von über 60 Millionen Euro. Für sieben der zehn Förderprogramme laufen die Bewerbungsfristen noch, zum Teil bis zum Januar.

Antragsteller seien Kultureinrichtungen, die zum Teil noch nie mit Fördergeldern gewirtschaftet haben, wie zum Beispiel Puppen- und Kindertheater, die mit Schulen und Kitas kooperieren. Gerade wegen der hohen Ausdifferenzierung der der deutschen Kulturszene seien Aussagen nicht hilfreich, die nahelegen, dass die Kultur Extrawürste fordere. Es gehe auch darum, die Vielfalt der Kulturszene zu erhalten, so Bergmann im Interview von rbbKultur.

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Rundfunk Berlin-Brandenburg
rbbKultur
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