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Corona-Krise: Experimentelle Daten zeigen aktuelles Kaufverhalten / Sonderauswertung zeigt: Absatz von Hygieneprodukten und Lebensmitteln normalisiert sich weitgehend nach Beginn des Teil-Lockdowns

Wiesbaden (ots) – Seit dem Inkrafttreten des Teil-Lockdowns in Deutschland am 2. November 2020 ist die Nachfrage nach ausgewählten Hygieneartikeln und Lebensmitteln zurückgegangen. Wie eine Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigt, lagen die Verkaufszahlen für in der Corona-Krise bislang stark nachgefragte Hygieneprodukte wie Seife, Desinfektionsmittel und Toilettenpapier in der 45. und in der 46. Kalenderwoche (2. November bis 14. November 2020) jeweils deutlich unter den Werten der beiden Vorwochen. War beispielsweise der Absatz von Toilettenpapier in der 44. Kalenderwoche noch knapp doppelt so hoch (+84 %) wie im Durchschnitt der Vorkrisen-Monate August 2019 bis Januar 2020, so fiel er in der 46. Kalenderwoche sogar leicht unter den Vorkrisen-Durchschnitt (-13 %). Nachfrage nach Desinfektionsmitteln weit unter dem Niveau des Frühjahrs 2020 Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln war in den Kalenderwochen 45 (+58 %) und 46 (+51 %) zwar weiter mehr als die Hälfte höher als im Durchschnitt der Vorkrisen-Monate. An die drastisch erhöhte Nachfrage aus der Phase vor dem Lockdown im Frühjahr 2020 (10. Kalenderwoche: +751 %) sowie vor dem aktuellen Teil-Lockdown (44. Kalenderwoche: +104 %) reichen die neuesten Verkaufszahlen jedoch nicht heran. Die Nachfrage nach ausgewählten Lebensmitteln hat sich ebenfalls weitgehend normalisiert. So lag in der 46. Kalenderwoche beispielsweise der Absatz von Teigwaren (-17 % gegenüber dem Vorkrisenniveau) sowie von Backzutaten wie Mehl (+27 %), Zucker (+23 %) und Hefe (+49 %) jeweils deutlich unter den zuvor beobachteten Veränderungsraten der 44. Kalenderwoche, als der aktuelle Teil-Lockdown unmittelbar bevorstand. Anzeichen für Bevorratung von Gütern des täglichen Bedarfs in den Wochen vor dem Teil-Lockdown Die Entwicklung der Absatzzahlen der vergangenen vier Wochen (Kalenderwoche 43 bis 46) könnte darauf hindeuten, dass sich die Verbraucherinnen und Verbraucher in der Phase der wieder stark steigenden Covid-19-Infektionszahlen und unmittelbar vor dem Teil-Lockdown mit Produkten des täglichen Bedarfs eingedeckt haben, um danach seltener einkaufen gehen zu müssen. Wie berichtet, war in der 43. und 44. Kalenderwoche der Absatz von Desinfektionsmitteln, Toilettenpapier sowie von Backzutaten wie Mehl, Hefe und Zucker gegenüber der Phase vor der Corona-Krise wieder angestiegen (siehe Pressemitteilung Nr. 438 vom 5. November 2020).


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Methodischer Hinweis:

Die Angaben basieren auf neuen Datenquellen und Methoden. Ausgewertet wurden digital verfügbare Kassendaten, sogenannte Scannerdaten. Die zugrunde liegenden Daten basieren auf einer geringen Anzahl von Filialen aus dem gesamten Bundesgebiet. Sie sind daher eingeschränkt repräsentativ für das Kaufverhalten in Deutschland. Auswertungen dieser Art haben experimentellen Charakter und sind Teil eines Projektes im Bereich „Experimentelle Daten“, mit dem das Statistische Bundesamt neue Datenquellen und Methoden erprobt. Ausgewählte Projektergebnisse werden unter www.destatis.de/exdat vorgestellt.

Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes unter https://www.destatis.de/pressemitteilungen zu finden.

Weitere Auskünfte:

Methoden und Kommunikation in der Preisstatistik,

Telefon: +49 (0) 611 / 75 47 77,

www.destatis.de/kontakt

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Telefon: +49 611-75 34 44
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Original-Content von: Statistisches Bundesamt, übermittelt durch news aktuell

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